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Donnerstag, 08. Dezember 2011

Antje Hinz
Spanien hören
Silberfuchs Verlag 2011, 1 CD, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 9406 6514 9
Spanien hören
Die kulturelle Vielfalt Spaniens wird in 80 Minuten und in 21 Häppchen als geniales Menü serviert. Die Länderreihe hat sich eindeutig zu einer stattliche Sammleredition mit steter Wiederhörqualität entwickelt. Historische, literarische und musikalische Clips lassen auf dieser CD ein ganz besonderes Bild von Spanien entstehen.
Beginnend mit den, zu den ältesten Kunstwerken der Welt zählenden, Höhlenmalereien von Altamira spannt sich ein kultureller Bogen über die Iberische Halbinsel. Phönizier, Griechen, Vasconen, Iberer, Kelten, Römer, Westgoten, Mauren bildeten die vielfältige Basis. In Spanien ist untrennbar mit dem kulturellen Aufstieg während des Mittelalters auch politisch-religiöse Macht verbunden: Islam und Christentum. Das kulturelle Zentrum in islamischer Zeit war Córdoba. Hier entwickelte sich zugleich ein multikulturelles “Mekka der Wissenschaften”. Wie oft wechseln Toleranz und Verfolgung einander ab. Toledo profitiert vom Zuwachs Intellektueller als sie die Stadt verfolgte Juden und Christen aufnimmt. Schließlich wird vom Norden ausgehend die Rückgewinnung Spaniens unter dem fadenscheinigen Deckmäntelchen der (Re-)Christianisierung vorgenommen. Dies mündet letztlich in der Inquisition. Systematische Verfolgung wird in Folge zum religiös untermauerten Staatsgeschäft, das die blühende Multikultur mit ihren Wissenschaftlern und Künstlern vernichtete. In Folge ging für Katholizismus, Kolonialismus und das Reich die Sonne nicht mehr unter. Marienverehrung, Askese auf der einen Seite sowie Don Quijote und das pralle spanische Volkstheater auf der anderen Seite sind nicht nur Gegensätze, sondern logische Folgen der Repressalien. Unter den Bourbonen sank der Stern des Katholizismus, Wissenschaft und Bildung wird zum Staatsanliegen. Dann kam Napoleon. Den Widerstand und den Kriegsgräuel zeigt niemand besser auf als Goya, der modernste, provozierendste, politisch und sozial kritischste Künstler - nicht nur zu seiner Zeit. Der Weg zur Verfassung und Republik war steinig, war aber auch der Weg zur nationalen Musik. Multikulturell, darunter die Musik und Sprache der Galizier, Basken, Katalanen und Roma, wird salonfähig. Ein fruchtbarer Nährboden auf denen einerseits Gaudi, Miró, Dalí, Picasso sich entfalten und andererseits im Zuge von Bürgerkrieg, Diktatur und neuer Nation Lorca, Celaya, Semprún, Marsé ihre Eindrücke in eindringliche, unvergängliche Worte fassen.
Dietmar Mues (†) präsentiert die Vielfalt außergewöhnlich abwechslungsreich vor dem Hintergrund vieler Musikzitate. Den optischen Genuss steuert Roswitha Röschs Grafik bei.
© S. Strohschneider-Laue
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Freitag, 22. Juli 2011

Corinna Hesse
Italien hören
Silberfuchs Verlag 2011, 1 CD, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 9406 6523 2
Italien Hören
Feste, Tradition und ohne Gegensatz dazu steter Wandel zeichnen Italien aus. Vom klassischen Erbe, das aus griechischer Tradition schöpfte und sich anschließend mit der gesamten damaligen Welt verband bis zur Gegenwart führt der kulturelle Streifzug.
In 19 kulturellen Häppchen wird das italienische Werden als perfektes Dinner für die Ohren serviert. Von göttlichen Wurzeln, den Etruskern und deren Städtebündnis ausgehend, entstand die antike Weltmacht Rom. Das römische Imperium verfällt, das Christentum setzt seinen Siegeszug fort und prägt Literatur, Kunst und Kultur. Mit Beginn der Neuzeit rücken der Mensch und sein Schaffen wieder in den Mittelpunkt. Architektur, Kunst, Literatur und Musik schwingen sich zu ungeahnten Höhen. Der Drang zur Einheit und Unabhängigkeit führt schließlich im 19. Jh. zum Königreich über ein wirtschaftlich duales Land. Der Blick nach vorn mündet schließlich nach dem Ersten Weltkrieg im Faschismus. Hier offenbart sich die Schwäche der CD, denn zwischen der Machtergreifung Mussolinis und dem Einmarsch der Alliierten klafft eine schmerzliche Lücke, die auch die anschließende gute Dokumentation der Nachkriegszeit nicht wettmacht.
Die sonore Stimme von Rolf Becker leitet wohl moduliert durch 80 kurzweilige Minuten. Passende Musik- und Literaturzitate lassen die Geschichte vor dem inneren Auge auferstehen. Roswitha Röschs Grafik unterstreicht von Cover über Booklet passend das Werden Italiens von seinen antiken Wurzeln bis in die Gegenwart.
Ein weiteres Qualitätsprodukt aus der mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichneten Länderreihe. Gemeinsam ist allen bereits produzierten Hörreisen der “Gerne-wieder-hören-Faktor”, der auch auf “Italien hören” zutrifft.
© S. Strohschneider-Laue
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Montag, 14. Februar 2011

Barbara Berberon-Zimmermann
Polen hören
Silberfuchs Verlag 2010, 1 CD, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 9406 6518 8
Polen hören
Ein weiteres Qualitätsprodukt aus der mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichneten Länderreihe. Gemeinsam ist allen bereits erschienen Hörreisen der “Gerne-wieder-hören-Faktor”, der auch auf “Polen hören” zutrifft.
Barbara Baberon-Zimmermann verfasste aus der wechselvollen Kulturgeschichte Polens einen repräsentativen Hörreigen. Vom Adler im Wappen, wie die Holzbauten durch Steinbauten ersetzt wurden, von der ersten Akademie, aber auch von der Vielfalt der Menschen im Mittelpunkt von Glauben, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst berichtet sie. Passend eingestreute Text- und Musikzitate komplettieren die gut aufbereitete Information rund um das Land, das zwischen mächtigen Nachbarn aufgeteilt, einst völlig von der Landkarte verschwunden war.
Rolf Becker bringt seine angenehme Stimme so wohl moduliert zum Einsatz, dass die 80 Minuten geballter Information wie im Fluge vergehen. Roswitha Rösch designte in bewährter Weise. Sie schuf mit dem Cover einen ebenso passenden wie würdigen Eyecatcher aus Pferd, Reiter und Polen.
© S. Strohschneider-Laue
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Sonntag, 05. Dezember 2010

Hilke Maunder
Australien hören
Silberfuchs Verlag 2010, 1 CD, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 9406 6522 5
Australien hören
Von der Regenbogenschlange der Schöpfung bis zur multikulturellen Gegenwart führt die Reise. In 20 Kapiteln für die Ohren wird dieser extreme und noch nicht so lange bekannte Kontinent vorgestellt. Der heilige Berg Uluru ist die Heimat der Regenbogenschlange aus dem Schöpfungsmythos der Aborigines. Für die Ureinwohner sind Mensch, belebte Natur, Geschichte und Landschaft untrennbar. Ebenso untrennbar sind die physische und geistige Wirklichkeit. Die Verschmelzung von Erzählungen, Gesängen, Klängen und Felsbildern erschließt den Kontinent und die spirituelle Landschaft. Diese Verschmelzung kommt bei den über 300 Völkern mit ihren verschiedenen Sprachen und Dialekten variantenreich zum Ausdruck.
Eigentlich müsste man sich wünschen, dass Australien nie von Willem Jansz und James Cook entdeckt worden wäre. Denn für in Europa hochgelobte Entdeckungen zahlten seit jeher die indigenen Bevölkerungen den höchsten Preis. Wenn heute an Australien gedacht wird, stehen die schönsten Seiten der Natur im Vordergrund, aber weder Völkermord noch Ökokatastrophen. So erhielten die ursprünglichen Australier, die Aborigins erst 1957 australische Bürgerrechte. Ab 1962 durften Aborigines wählen. Bis 1970 wurden Kinder aus ihren Familien gerissen und zur Umerziehung geschickt. Rechte auf ihr eigenes Land wurden ihnen erst 1976 zuerkannt. Unfassbar ist, dass der Premierminister von Australien erst im Jahr 2008 Worte der Entschuldigung für die an den Aborigines begangenen Verbrechen - Vertreibungen, Massaker und Kindsraub - fand. Kein Wunder, dass der am 26. Januar begangene ”Australia Day” der Weißen zum “Invasion Day” für die Aborigines wurde.
Die Kolonisation Australiens war in jeder Hinsicht unrühmlich. Die englische Öffentlichkeit stellte sich nicht ihren sozialen Problemen. Stattdessen sorgten ein restriktives Rechtssystem und eine ebensolche Deportationspolitik für Nachschub an Sträflingen - darunter auch Kinder - in Australien. Traurige Berühmtheit erlangte dabei die ausbruchsichere Strafanstalt Port Arthur, die in ihrer Unmenschlichkeit durchaus Vergleiche mit Auschwitz und Guantanamo zulässt.
Alle Aspekte von Kunst und Kultur sind durch die australische Geschichte und ihrer Siedler durchdrungen. Die Erforschung des Landesinneren des 5. Kontinents ist untrennbar mit Ludwig Leichhardt verbunden. 1973 erhielt der Australier Patrick White den Literaturnobelpeeis. Für seinen Roman “Voss” diente die schillernd Persönlichkeit Leichhardt als Vorlage. Später entstand aus dem Stoff noch eine Oper. Sogar der Impressionismus hat mit der ”Heidelberg School” eine eigene australische Variante entwickelt. Der erste abendfüllende Film (1906) entstand in Melbourne und behandelte die Geschichte des Volkshelden Ned Kellys, dem Sidney Nolan (1946/47) in einem Bilderzyklus ein weiteres Denkmal setzte. Musikzitate, die den gesprochenen Text begleiten und stellenweise unterlegen, sind von einer außergewöhnlichen Vielfalt.
Hilke Mauner weiß, worüber sie schreibt. Die Journalistin hat die zahlreichen Facetten Australiens in vielen Berichten und Reiseführern verarbeitet. Spannend und aus erster Hand vermittelt sie einen vielfältigen und kritischen Überblick zur australischen Kultur. Selten ist ein Kontinent, ein Land und seine kulturelle Vielfalt einladender geschildert worden.
Andreas Fröhlich spricht, was Hilke Maunder über den 5. Kontinent berichtet. Wer bei dem Klang seiner Stimme an John Cusack, Ethan Hawke und Edward Norton erinnert wird, hat richtig gehört. Er ist der deutsche Synchronsprecher, der hier seiner stimmlichen Bandbreite zum großen Ergötzen der Hörer frönen darf.
Roswitha Rösch gestaltet das Booklet in den erdigen Farben Australiens, die die Präsenz der Regenbogenschlange erahnen lassen.
Der Hörgenuss “Australien” aus der vielfach prämierten Länderreihe des Silberfuchs Verlags überflügelt den hohen Standard, der mit den Vorgängern geschaffen wurde.
Hörproben
© S. Strohschneider-Laue
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Dienstag, 23. November 2010

Corinna Hesse
Das Schumann Hörbuch
Eine klingende Biografie
Silberfuchs Verlag 2010, 1 CD, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 17 1
Das Schumann-Hörbuch: Eine klingende Biografie
Die klingende Biografie zum Paraderomantiker Robert Schumann (*8. Juni 1810) erschien rechtzeitig zum 200. Geburtstag des Komponisten und Pianisten. Die chronologische Struktur des Erzählflusses verbindet den permanenten seelischen Ausnahmezustand Schumanns mit wesentlichen Ereignissen, die sein Leben prägten. Zitate aus Briefen, Literatur sowie aus Schumanns zahlreichen Selbstbetrachtungen werden mit über 50 Musikbeispielen aus seinem Werk unterlegt.
Schöpferische Fluten entfalteten sich in seinen größten Tiefs. Eines davon wurde ausgelöst durch seinen Kampf um die Hand Clara Wiecks, deren dominanter Vater - durchaus nachvollziehbar - alles gegen diese unerwünschte Verbindung unternahm. Robert und Clara schlossen gegen allen Widerstand 1840 den Bund der Ehe. Clara tauschte damit den dominanten Vater, der ihr Tagebuch führte, für einen weitaus komplizierteren Ehemann ein, der ein gemeinsames Ehetagebuch verlangte. Die gefeierte Pianistin Clara gebar acht Kinder, begann zu komponieren und trug mit ihren Konzerten das Gros zur Haushaltskasse bei. Unterstützung bei diesen Tourneen konnte Clara von Robert nicht erwarten. Im Schatten seiner erfolgreichen Frau zu stehen, behagte ihm offenbar nicht. Er brach die gewinnträchtigen Reisen vorzeitig ab oder er erkrankte. Sein Gemütszustand wird dramatisch. Zwischen seiner bipolaren Störung und Auswirkungen der Syphilis aufgerieben, endet Schumann zwei Jahre nach seinem Selbstmordversuch am 29. Juli 1856 im Irrenhaus.
Schumanns zeitlos schöne Kompositionen sind die Sprache seiner Seele, zu einer Zeit als man den Zusammenhang zwischen beiden noch nicht erkannt hatte. Corinna Hesse bereitet Schumann und seine Musik mit fesselndem Tiefgang auf. Zeitlos schöne Musik und lebendige Präsentation durch Dietmar Mues und Anne Moll lassen Schumann auferstehen. Das von Roswitha Rösch gestaltete Booklet ist perfekter optischer Begleiter des akustischen Genusses. Auf 15 Seiten werden in hoffnungsfrohen Grüntönen, die passend zum Seelenzustand Schumanns mit psychedelischen Mustern unterlegt sind, wichtige Stationen und Bilder aus Schumanns Leben vorgelegt.
Hörproben
© S. Strohschneider-Laue
Das Schumann-Hörbuch
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Mozart Leben in der Musik - Mozart-Hörbuch
Das Händel-Hörbuch - Im Festivalschuber der Internationalen Händelfestspiele Göttingen
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Tags:Biografie, Deutschland, Ebensolch Rez-E-zine 63/10, Hören, Musik, Sistlau
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Dienstag, 28. September 2010

Antje Hinz, Josef Tratnik
Argentinien hören
Silberfuchs Verlag 2010, 1 CD, Laufzeit 80′, 16 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 19 5
Argentinien hören
Argentinien, dem Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, ist die musikalische Reise nach von Antje Hinz gewidmet. Dramatische Musikzitate verbunden mit der fesselnden Erzählstimme von Josef Tratnik lassen die gehaltvollen 80 Minuten viel zu kurz erscheinen.
Das Konzept der Hörreisen ist ebenso innovativ wie zeitlos. Exzellent recherchierte Inhalte und für einen flüssigen Vortrag geschriebene Texte garantieren, dass aufmerksames Zuhören selbstverständlich wird. Musikzitate begleiten, akustisch gleichberechtigt, den chronologisch aufgebauten Text. Stimmungsvoll erzählt und perfekt produziert, kann man sicher sein, in jeder Hinsicht ein Qualitätsprodukt zu erwerben. Das eingespielte Team und die konsequente Linie des Silberfuchsverlags spiegeln sich auch im Cover und im attraktiv-übersichtlichen Booklet wider, das von Roswitha Rösch gestaltet wurde.
Zu Argentinien hat wohl jeder eine bestimmte Vorstellung und erfasst damit meist nur einen schmalen Aspekt dieses riesigen Landes. So vielfältig wie Geografie und Klima ist auch die Kultur und die schmerzhafte Geschichte des Argentiniens. Das Silberland (lat. argentum = Silber) mit seinem Silberfluss (Rio de la Plata) war Lebensraum von 30 Ethnien bevor im 16. Jahrhundert Spanier und Katholizismus über das Land hereinbrachen. Einwanderungswellen bildeten seither einen kulturellen Schmelztiegel. Reiche und Arme, Wirtschaftsflüchtlinge, politisch Verfolgte und verfolgte Politiker begegnen sich in Argentinien. Alles ist hier möglich: Jesuiten und Gauchos, Perón und Borges, Königreich, Diktatur und Republik, Terror, Theater und Tango. Jorge Luis Borges sagte treffend über seine Landsleute: “Sie sind Italiener, die Spanisch sprechen und gerne Engländer wären, die glauben, in Paris zu leben”.
Argentinien in 80 Minuten gelungen zu präsentieren, kann nur den Silberfüchsinnen gelingen. Von den Mythen der Ureinwohner in Feuerland, über indigene Völker und Zuwanderungswellen wird der Bogen über Kultur und Politik unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Traumata bis in die Gegenwart gespannt. “Argentinien hören” ist ein Hauch Tango in den Ohren.
Hörproben
© S. Strohschneider-Laue
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Tags:Amerika, Ebensolch Rez-E-zine 62/10, Hören, Kultur, Kunst, Literatur, Musik, Reise, Sistlau, Völkerkunde
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Montag, 21. Juni 2010

Marko Simsa, Doris Eisenburger
Kinderszenen
Eine Geschichte zur Musik von Robert Schumann
Annette Betz 2010, 27 S., zahlr. farbige Illustr. 1 CD (40′)
ISBN 978 3 2191 1431 7
Kinderszenen: Eine Geschichte zur Musik von Robert Schumann
Robert Schumann (1810- 1856) wurde vor 200 Jahren geboren. Der Komponist vieler bis heute beliebter Werke wird daher dieses Jahr besonders geehrt.
Unter den zahlreichen Produkten, die anlassbezogen vorgelegt werden, sind auch solche für Kinder zu finden. Ein besonders gelungenes ist die vorliegende Kombination aus Buch und CD. Aufgegriffen werden Schumanns “Kinderszenen”, ein Zyklus aus 13 kurzen Klavierstücken, die ursprünglich nicht für Kinder, sondern für Erwachsene geschrieben wurden. Das musikalische Bilder- und Geschichtenbuch wird von einer CD begleitet, die eine ideale Kombination aus Musik, Text und Bild darstellt. Liebevoll von Marko Simsa erzählt, entzückend von Doris Eisenburger illustriert und perfekt von Giovanna Farigu am Klavier dargeboten, ist das Buch für die ganze Familie ein Vergnügen.
Musik ist von Beginn an persönlichkeitsbildend und prägend für die weitere Entwicklung von Kindern. Akustische, visuelle und haptische Eindrücke tragen gemeinsam dazu bei, die Umwelt multisensorisch begreifen zu lernen. Ein wichtiger Bestandteil musikalischer Erfahrungen ist es, eine große Vielfalt zu bieten, dazu gehört auch die Musik vergangener Epochen zu spielen. Dass die Begegnung mit der Vergangenheit fröhlich und zwanglos geschieht, dafür sorgt diese gelungene Kombination aus Buch und CD.
© S. Strohschneider-Laue
Kinderszenen: Eine Geschichte zur Musik von Robert Schumann
Und für Erwachsene::
Das Schumann-Hörbuch: Eine klingende Biografie
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Tags:ab acht, Ebensolch Rez-E-zine 61/10, Hören, Musik, Sistlau
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Mittwoch, 18. November 2009

Peter Pannke, Lisa Fehrenbach
Indien hören
Silberfuchs Verlag 2009, 1 CD, Laufzeit 80′, 16 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 13 3
Indien hören - Das Indien-Hörbuch: Eine klingende Reise durch die Kulturgeschichte Indiens von den Mythen bis in die Gegenwart
Die klingenden Reisen sind unverwechselbar. Kompakt und stimmungsvoll zugleich verführen sie zu Ohrenreisen in die Ferne. Fundiert aufbereitet, wird die Kulturgeschichte des jeweiligen Landes erzählt. Das klangliche i-Tüpfelchen bildet die jeweilige Kombination aus exzellentem Sprecher und mit Bedacht gewählten Musikzitate. Gemeinsam komplettieren sie die sinnliche Atmosphäre aller Hörreisen. Die anspruchsvollen Produktionen erfreuen durch ihre grafische und akustische Aufbereitung Augen und Ohren gleichermaßen. Aber das wirklich Besondere an Ihnen ist, dass sie wertfrei neugierig auf das Andere, das Fremde machen.
Auf Indien muss man allerdings nicht neugierig machen. Unvorstellbar das Land der Vielfalt nicht reizvoll zu finden. Indien denkt, fühlt und lebt in anderen Dimensionen. Nicht nur hinsichtlich Bevölkerung, Kulturen und Sprache ist Indien ein bunter Gigant. Mitprägend waren für die Entwicklung Indiens die Ausbreitung des Buddhismus, Hinduismus, Jainismus, Islam, Bhakti-Kult, Sufismus, Sikhismus oder auch des Krishna-Kults. Die von innen und von außen kommenden politischen Veränderungen waren zusätzliche Faktoren, die Indien einen nachhaltigen Stempel aufdrückten.
Die neue klingende Reise aus dem Silberfuchs Verlag vermittelt einen akustischen Farbrausch für die Ohren, der Indien mehr als nur gerecht wird. Von den frühen Schöpfungsmythen, über politische, philosophische und religiöse Strömungen bis zum modernen Indien des Mahatma Gandhi, Bollywood oder auch Slumdog Millionär wird der Bogen gespannt. Die enorme Herausforderung eine gewaltige Informationsfülle auf 80 Minuten zu verdichten, ist genial bewältigt worden. Die spannende Aufbereitung in Kombination mit der Stimme von Rufus Beck verführt immer aufs Neue zum Wiederhören. Mit traditioneller indischer Musik unterlegt, entsteht ein Klangerlebnis, das Ohren Curry hören, riechen und schmecken lässt. Dass die Augen bei diesem inhaltlichen und akustischen Fest nicht zu kurz kommen, dafür hat Roswitha Rösch mit farbenprächtiger Gestaltung von CD, Cover und Booklet gesorgt.
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
Indien hören - Das Indien-Hörbuch: Eine klingende Reise durch die Kulturgeschichte Indiens von den Mythen bis in die Gegenwart
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Tags:Asien, Ebensolch Rez-E-zine 57/09, Hören, Kultur, Kunst, Literatur, Musik, Reise, Sistlau, Völkerkunde
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Sonntag, 30. August 2009

Juliane Buschhorn-Walter, Claudia von Holten (Hgg.)
El tesoro de cuentos
Der Märchenschatz
Silberfuchs 2009, 110 S., farbig illustriert.
Zwei CDs (Deutsch/Spanisch), 122′
ISBN 978 3 940665 05 8 (Print)
ISBN 978 3 940665 11 9 (Audio)
El tesoro de cuentos / Der Märchenschatz: Cuentos y fábulas de España y Latinoamérica / Geschichten und Fabeln aus Spanien und Lateinamerika
El tesoro de cuentos / Der Märchenschatz: Hörbuch zum Buch CUENTOS Y FÁBULAS DE ESPAÑA Y LATINOAMÉRICA / Geschichten und Fabeln aus Spanien und Lateinamerika
Es ist nie zu spät Sprachen zu lernen, aber man kann nicht früh genug damit beginnen. Kinder mehrsprachig aufwachsen zu lassen, ist eine wertvolle Grundlage für das ganze Leben. Die Sprachschule Amiguitos hat sich auf Spanisch und Italienisch für Kinder spezialisiert. In Zusammenarbeit mit Silberfuchs erscheinen zu den Sprachprogrammen begleitende und hochwertige Print- und Audioprodukte, die auch unabhängig vom Kursbesuch eine Bereicherung darstellen.
Der “Märchenschatz” liegt als Buch und Audio-CD vor und sollten m. E. auch solche zum Einsatz kommen. Die 15 Stories aus Spanien und Lateinamerika werden zweisprachig geboten. Sie fördern neben dem sprachlichen auch das kulturelle Verständnis. Die sprachlichen Gemeinsamkeiten, aber auch die durch die Kulturkreise bedingten Unterschiede werden durch die getroffene Auswahl deutlich. Das hohe inhaltliche Niveau wird Kinder nicht überfordern, sondern sie in ihrem Sprachverständnis fördern. Ungebräuchliches wie Fachbegriffe oder historische Fakten werden ausführlich erklärt. Die in verschiedenen Farben sowie kursiv gesetzten zweisprachigen Textteile erleichtern den Lesefluss. Zugleich werden die Texte dadurch in übersichtlichen Häppchen aufgeteilt, so dass nicht der Eindruck einer riesigen und vielleicht abschreckenden Textflut entsteht.
Das exzellent gegliederte und ansprechend illustrierte Buch eignet sich zum Vorlesen und eigenständigem Lesen sowie Mitlesen in Verbindung mit dem Hörbuch (José Paniagua - Text, Ulli Simon - Musik, Peter Lohmeyer - Sprecher). Einen Sprachkurs können Buch und Audio-CD nicht ersetzen, sie werden aber bestehende Kenntnisse fördern und/oder zum Besuch eines Kurses anregen.
© S. Strohschneider-Laue
El tesoro de cuentos / Der Märchenschatz: Cuentos y fábulas de España y Latinoamérica / Geschichten und Fabeln aus Spanien und Lateinamerika

El tesoro de cuentos / Der Märchenschatz: Hörbuch zum Buch CUENTOS Y FÁBULAS DE ESPAÑA Y LATINOAMÉRICA / Geschichten und Fabeln aus Spanien und Lateinamerika
Siehe auch:
Cantado y contado para los amiguitos. Spanisch für Kinder
- Rezension - Hörprobe
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Tags:ab acht, Ebensolch Rez-E-zine 54/09, Hören, Kommunikation, Literatur, Reise, Sistlau, Spanien, Völkerkunde
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Donnerstag, 28. Mai 2009

Ulrike Gropp
Deutsche Erfinder
Silberfuchs Verlag 2009, 1 CD, Laufzeit 76′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 12 6
Deutsche Erfindungen - Das Erfinder-Hörbuch: Eine Entdeckungsreise in die Erfindenation Deutschland
Unheimlich beginnt diese Erfolgsgeschichte mit “Das Röntgenbild eines Schädels…” und mit Stimmen, Fakten, Geräuschen und Musik geht es die Ohren fesselnd quer durch den deutschen Erfindertraum. Max Foster (Dietmar Mues) bastelt an einer neuen Publikation. Ihm zur Seite steht Wissenschaftlerin Pia Blumenbach (Hannelore Hoger). In Dialogen und erläuternden Erzählungen (Holger Löwenberg) erschließen sich die deutschen Erfindungen.
Kindliche, völlig zweckfreie Entdeckerlust steht am Anfang des Forschens. Wissenschaft und Bildung sollten frei sei, und nicht völlig von zweckgebundenen Förderungen abhängen, denn Grundlagenforschung ist der Nährboden der Erfindung. Forschungsergebnis oder Erfindung? Egal, die Wirkung und vor allem deren Wirtschaftlichkeit zählen. Manche Erfindung geht auf die Beseitigung eines Ärgernisses zurück. Andere Erfindungen sind Verbesserungen von Vorhandenem, wieder anderes ist systematischer Forschungen zu verdanken oder als schlichtes Nebenprodukt erfunden worden. Egal, die Kombination guter Ideen zu einer funktionalen Einheit, die im besten Fall für den Schöpfer auch noch wirtschaftliche Vorteile bringt, schreibt Geschichte, die oft über deren erstes Ziel weit hinaus gehen. So ist Gutenberg mehr als nur ein Buchdrucker. Er schuf die Basis für das erste Massenmedium und damit die Basis für die Verbreitung von Ideen, Wissen und Bildung auf breiter Ebene.
Es ist eine Männerwelt in der sich die Frauen nur anstandshalber finden. Melitta und Herta haben sich mit ihren - durchaus bahnbrechenden - Küchenerfindungen von Kaffeefilter und Currywurst zumindest eine Erwähnung im Erfinderolymp gesichert. Auch Männer sind hungrig, wollen Kaffee und schließlich kann man mit beidem Geld, eigentlich sogar sehr viel Geld verdienen. Und trotz Dampfmaschine, Glühbirne, Dieselmotor und Atombombe ist die Deutsche Erfindergeschichte ein Beispiel für verschwendete Energie. Verschwendete Energie, weil die zündenden Ideen von Frauen, die sich nicht vornehmlich um die eine oder andere Aufrüstung drehen, von deren Männern eingesackt wurden. Frauen haben mehr geleistet als Erfinder zu gebären, aufzuziehen oder das Laborkaninchen abzulösen, wenn man zum Beispiel “nur” an Fallschirm und leichte Augengläser denkt. Vielleicht hätte der “verschwundene” Frauenanteil diesem durchaus angenehmen und informationsgeladenen Ohrenschmaus ab und an einen unangenehmeren Beiklang gegeben, aber sicher nicht mehr als jenen alltäglichen Beiklang über Misserfolge, Hindernisse und Neid, denen auch männliche Erfinder ausgesetzt sind.
“Made in Germany” war einst als Warnung gedacht und wurde doch zum Gütezeichen. Vom Buchdruck (um 1450) bis zum Scheinwerfer (2009) wurden internationale und nachhaltige Maßstäbe gesetzt. Ob die Currywurst ebenso wie Aspirin über Deutschland hinaus erfolgreich werden wird, ist auf jedenfall hörwürdig. Drei geniale Stimmen und zahlreiche Musik- sowie Textzitate halten durchgehend die Spannung aufrecht. Und auch die Optik kommt nicht zu kurz. In hoffnungsfrohen Grüntönen gehalten, besticht wieder die Grafik von Roswitha Rösch durch thematische Ausgewogenheit.
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
Deutsche Erfindungen - Das Erfinder-Hörbuch: Eine Entdeckungsreise in die Erfindenation Deutschland
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Tags:Biografie, Business, Deutschland, Ebensolch Rez-E-zine 51/09, Hören, Sistlau, Technik
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Dienstag, 14. April 2009

Wolfgang Korn
Lust auf Archäologie!
Igel Genius 2009, 5 CDs, 350′, Booklet.
ISBN 978 3 89353 256 8
Lust auf Archäologie! Detektive der Vergangenheit
Fünf CDs sind Detektiven mit dem Spaten auf der Spur. Die fast 6-stündige Hörreise entstand nach der Buchvorlage Detektive der Vergangenheit: Expeditionen in die Welt der Archäologie
. Archäologiefans ab 10 Jahren und Erwachsene werden hier vollständig auf ihre Kosten kommen.
Die geniale Balance zwischen anspruchsvollen Inhalt und sprachlicher Klarheit ist hervorstechend. Passend gezogene Querverweise - unter anderen zu aktuellen Verhältnissen - klären auch komplizierte Sachverhalte oder Fachbegriffe bei gleichbleibend hohem Niveau. Abwechslungsreich vorgetragen von Bernt Hahn, Ingeborg Wunderlich, Dominik Freiberger und Michael Kamp wird zusätzlich die Spannung beim Hören aufrecht gehalten.
Quer durch die Forschungsgeschichte, quer durch die Zeiten und vor allem quer durch die Methoden werden Meilensteine der Archäologie vorgestellt. Spektakuläre Entdeckungen, berühmte Forscher, Irrtümer und moderne Methoden werden anhand anschaulicher Beispiele zu einer spannenden Forschungsreise in die Vergangenheit.
Die erste CD ist den Grundlagen der Archäologie - wie ist denn alles unter die Erde gekommen, wieso wird es wieder entdeckt - und der Urgeschichte gewidmet.
Die Probleme und Entdeckungen der archäologischen Forschung zwischen Wissenschaft und Plünderung werden auf der zweiten CD angerissen.
Berühmte Archäologen wie Koldewey, Wooley und Schliemann, ihre Ausgrabungen und ihre Ergebnisse werden auf der dritten CD vorgestellt.
Berühmte Fundstätten (Olympia, Troja) und die Verfeinerung der Methoden von der Stratigrafie bis zur Dendrochronologie werden auf der vierten CD näher betrachtet.
Sensationelle Funde der Bronzezeit, wie der Fund von Nebra, Wikinger, Moorleichen und Eismumien stehen auf der fünften CD im Mittelpunkt.
Wer mit diesem toll aufbereiteten archäologischen Hörerlebnis nicht glücklich wird, sollte sich ein anderes Interessensgebiet suchen.
© S. Strohschneider-Laue
Lust auf Archäologie! Detektive der Vergangenheit
Detektive der Vergangenheit: Expeditionen in die Welt der Archäologie
50 Klassiker Archäologie: Die wichtigsten Fundorte und Ausgrabungsstätten
- Rezension
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Samstag, 07. Februar 2009

Corinna Hesse
Das Händel-Hörbuch
Silberfuchs Verlag 2009, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 08 9
Das Händel-Hörbuch - Leben in der Musik: Eine klingende Biografie mit zahlreichen Briefen von Händel und seinen Zeitgenossen
Die Musik von Georg Friedrich Händel (23. Februar 1685 - 14. April 1759) ist unsterblich. Erstaunlich viele kennen seine Kompositionen und können sich ihrem Charme oder ihren Ohrwurm-Qualitäten nicht entziehen. Weniger bekannt sind sein Geschäftssinn und sein Werdegang zwischen Deutschland, Italien und vor allem England. Klassik-Neulinge kommen an diesem Hörbuch nicht vorbei. Händel-Fans werden noch Neues erfahren und so manche Komposition neu entdecken.
Händel hatte das Glück musikalisches Talent zu besitzen, eine gute Ausbildung zu erhalten und ein - gemessen an vielen anderen von steten Geldsorgen geplagten Künstlern - ungewöhnliches kaufmännisches Geschick zu entfalten. Halle, Hamburg, Rom, Venedig, Innsbruck und Hannover sind die Stationen, die ihn schließlich nach England führen und 1712 in London sesshaft werden lassen. Vor dem Hintergrund seiner musikalischen und wirtschaftlichen Karriere und den historischen Geschehnissen erklingen passende Musikzitate aus seinem vielfältigen Werk, das mit Opern und (patriotischen) Oratorien vielschichtiger ist als die berühmte Wassermusik oder Feuerwerksmusik vermuten lassen.
Der biografisch-musikalische Hörgenuss aus der Reihe “Klingende Biografien” zeichnet sich durch einen gut strukturierten und inhaltlich aufeinander abgestimmten Wechsel von gelesenen Texten (Dietmar Mues) und Musikbeispielen aus. In 17 Kapiteln werden Georg Friedrich Händel, seine Zeit und seine Musik zum Leben erweckt. Erstklassige Qualität - wie bei allen Produkten aus dem Silberfuchs Verlag - von geschriebenen und gesprochenen Text, ausgewählten Hörbeispielen sowie das übersichtliche Booklet machen das Händel-Hörbuch, auch in Hinblick auf die jährlichen Händel-Festspiele in Göttingen, zu einer kurzweiligen und lohnenswerten Anschaffung.
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
Das Händel-Hörbuch - Leben in der Musik: Eine klingende Biografie mit zahlreichen Briefen von Händel und seinen Zeitgenossen
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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Corinna Hesse
Deutschland hören
Silberfuchs Verlag 2008, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 02 7
Deutschland hören: Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte Deutschlands
Nominiert zum Deutschen Hörbuchpreis (2007 beste verlegerische Leistung, 2008 beste Information), war die Länderreihe schon zweimal. Die Ausstellung “Das “Auge hört mit” würdigte die Leistung auf der Leipziger Buchmesse und jetzt folgt brandaktuell der Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Also wer es bis jetzt nicht gemerkt hat, dass diese Ländereihe ein ebsno kurzweiliges wie fundiertes Hörerlebnis ist, sollte spätestens jetzt die Ohren aufsperren und zuhören.
Gelegenheit dazu bietet “Deutschland hören”, das nach Frankreich hören und Türkei hören den diesjährigen Länderreigen schließt. Passend zum Tag der Deutschen Einheit erscheint die moderne Silberscheibe, die grün und golden wie die urzeitliche Bronzescheibe von Nebra gestaltet ist. Ein optischer Geniestreich, denn das bronzezeitliche Objekt aus Deutschland hat weltweite Schlagzeilen gemacht und kulturelle Wellen geschlagen. Sie macht auch den thematischen Auftakt zu den zwanzig Hörkapiteln rund um das kulturelle “Deutschland”. Die “Germania” des Römers Tacitus, die Merseburger Zaubersprüche und Hildebrandslied, mit der passenden musikalische Untermalung von Duivelspack, werfen bezeichnende Schlaglichter römische Wahrnehmung und germanische Selbstsicht. Nach dem geschmiedeten Himmel, im Spiegel des Feindes und Wodans Fährte, wendet sich die CD dem Bildung mit System unter Karl dem Großen zu. Schöner Schein und blutiger Ernst (Walther von der Vogelweide, Nibelungenlied) beschließen das Mittelalter. Mit dem brennenden Gott (Isenheimer Altar), Büchernarren - gefallene Engel und der Kraft des Wortes wird mit Grünewald, Brant, Dürer, Luther die Neuzeit eingeläutet. Meistersinger, Doktor Faust, Dreißigjährigem Krieg und Simplicissimus stehen in Folge für die Suche nach Ordnung und die Kollision von Gegensätze, während im Kapitel “Alles nach Maß und Zahl”, der harmonische Kosmos von Kepler bis Bach im Mittelpunkt steht. Philosophie und Bildung unter Friedrich dem Großen, Menschheitsdramen im Zeichen der Aufklärung von Lessing und Goethe sowie die freiheitliche Ideale am Beispiel von Schiller und Beethoven zeigen einen neuen Wendepunkt auf. Es folgt die staatliche Selbstfindung nach dem Wiener Kongress, eine Neuordnung, die in Folge die Proletarier aller Länder zur Vereinigung aufruft und 1848 für ein Jahr zu einem frei gewählten Parlament führt. Das Deutsche Reich entsteht aus Geld und Gewalt und baut auf Übermenschen und Untertanen. Die inhaltlichen und kulturellen Gegensätze prallten schon vor dem Ersten Weltkrieg aufeinander und werden anschließend zwischen Dada und Bauhaus zum neuen Ausdruck. Und trotzdem zeichneten sich die ”Notzeiten für Blechtrommler” bereits ab auch wenn man das Volk nicht abwählen konnte. Getrennte Entwicklungen unter kommunistischen und kapitalistischen Vorzeichen konnten die Identitätssuche nicht stoppen. Wie das letzte Kapitel “Von Zimmerspringbrunnen und Hobbygärtner” Deutschland treffend nach der Wiedervereinigung beleuchtet.
Ein spannender Abriss, dem man in seiner Leichtigkeit nicht anmerkt wie schwierig es gewesen sein muss in 80 Minuten nur die wesentlichsten Highlights der fast ausschließlich von Männern geprägten Kulturgeschichte herauszupicken. Die identitätstiftenden Höhenflüge sowie unmenschlichen Tiefpunkte wurden im Hörbuch “Deutschland Hören” zu einem kritischen Kulturreigen über und für die Deutsche Bevölkerung. So eingängig-nachhaltig muss Pflichtlektüre für die Ohren sein. Genial geschrieben von Corinna Hesse, genial gelesen von Rolf Becker und grafisch von Roswitha Rösch als echter Blickfang gestaltet. Bitte mehr davon!
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
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Dienstag, 01. Juli 2008

Carmen Winter (Text), Hermann Naehring (Percussion)
Männertöne - Weiberworte
Phonector 2008, Laufzeit 63,48′
Männertöne - Weiberworte
Diese Konzert-Lesung ist ein ungewöhnlicher Ohrgenuss. Die Texte von Carmen Winter, die auch selbst liest, stimmen nachdenklich und bringen Seelensaiten zum Klingen. Laut Carmen Winter “lebten Männer und Frauen einst auf verschiedenen Planeten (…)”. Ich persönlich bin von den bestehenden Kommunikationsproblemen überzeugt. Viele Frauen sind des männlichen marsianisch nicht mächtig und Männer scheinen es gar nicht erst mit einer “Fremdsprache” zu versuchen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich anscheinend oft selbst ausschließlich venusisch zu reden scheine… Die verschiedenen Sprache behindern bis heute die Kommunikation zwischen den Geschlechtern. Man kann sich allerdings der Autorin anschließen, die es erfreulich findet, dass es immer noch Männer und Frauen gibt, “die den Versuch, einander etwas mitzuteilen, nicht aufgegeben haben”.
In dieser Konzert-Lesung werden defintiv zwei Sprachen gesprochen, die ohne Dolmetscher miteinander kommunizieren können ohne die Eigenständigkeit zu verlieren. Gleichberechtigt neben der Textlesung stehen die Kompositionen und Percussionimprovisationen von Hermann Naehring. Der Rhythmus leitet ein, verstärket die Textstimmung und lässt sie nachwirken.
Über eine Stunde lauscht man Vortrag und Konzert und die Zeit vergeht wie im Fluge, weil beide Aspekte von der ersten bis zur letzten Sekunde kurzweilig bleiben ohne in die Belanglosigkeit abzugleiten. Ein ausgezeichnetes Beispiel, dass Anspruch und Publikumstauglichkeit bestens vereinbar sind. Mein persönlicher Favorit ist “Vernebelte Nebenwege”. Hier spielen Lesung und Percussion miteinander, lösen sich ab und stacheln einander an. Echt genial, man wird regelrecht mitgerissen. Ich glaube, dass unter den 18 Tracks jeder sein persönliches besinnliches oder von anderen Sichtweisen getragenes Lieblingswerk finden wird.
Hoffentlich wird es bald eine weitere Konzert-Lesung geben!
© S. Strohschneider-Laue
Männertöne - Weiberworte
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Sonntag, 01. Juni 2008

Martin Greve
Türkei hören
Silberfuchs Verlag 2008, Laufzeit 79′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 01 0
Türkei hören: Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte der Türkei
Selbst erfahrene Türkeireisende werden hier in einem geballten Überblick vom mythischen Ursprung bis in die Gegenwart sehr viel bislang Unbeachtetes erfahren. In zwanzig Kapiteln begleitet man das ursprünglich nomadische Volk aus Zentralasien. Der religiöse Schmelztiegel des Islam eint die Kulturen. Die Religion, Politik und Kunst werden untrennbar und die Ausweitung des Reichs aus Zentralanatolien gen Westen unaufhaltbar. 1366 fällt Adrianopel, 1453 schießen die Osmanen ein Loch in die mächtige Stadtmauer von Byzanz. Die letzte Erinnerung an oströmisches Erbe wird damit ausgelöscht. Die Hagia Sophia wird von christlicher Kirche zur Moschee deklariert. In kurzer Zeit wird die Stadt Konstantinopel zur Mega-City mit 400.000 Einwohnern. Erfolgreiche Kriegszüge lassen die Janitscharen, die Infantarie, in Folge zum Schrecken Europas werden. Bereits 1529 stehen sie - allerdings vergeblich - vor den Toren Wiens und 1683 belagern sie die Stadt wieder erfolglos. Das türkische Heer hat für Europa einen Teil seines Schreckens eingebüßt, dafür wird die türkische Kultur zur Mode. Aber auch der Austausch mit den westlichen europäischen Kulturen hat seine Spuren unter anderem in Musiktradition oder den Militärreformen des 19. Jahrhunderts hinterlassen.
Vom frühen Dichter Yunus Emre bis zum Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk der Gegenwart spannt sich der literarische Bogen. Kalligraphie, Buchdruck und Malerei, Musik, Tanz und Islam gehen in der türkischen Kultur eine einzigartige Verbindung ein, die vom großen Vielvölkerstaat geprägt wird. Leichthändig und politsch sensibel, wird die Türkei als vielschichtiger und historisch wechselvoller kultureller Reigen präsentiert. Lebendig, sinnlich und traurig sind die ausgewählten Musikzitate. Sie stehen als harmonischer und dennoch fast gleichwertiger Bestandteil neben der ruhigen Stimme des Sprechers Ercan Durmaz. Mit roten Tulpen und weißen Derwischen auf türkisem Hintergrund hat Roswitha Rösch wieder kluges Gespür für passendes Cover- und Bookletdesign bewiesen.
Man muss die Silberfuchsreisen einfach alle haben. Unglaublich, aber fast besser als eine echte Reise und viel billiger! Ganz abgesehen davon, ist die Türkei Gastland der Frankfurter Buchmesse 2008. Kurzweiliger und stimmiger kann man sich wirklich nicht kulturhistorisch über die Türkei informieren.
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
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Freitag, 30. Mai 2008

Barbara Barberon-Zimmermann
Frankreich hören
Silberfuchs Verlag 2008, Laufzeit 80′, 15 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 9810 7258 7
Frankreich hören: Eine musikalisch illustrierte Reise durch die französische Kulturgeschichte bis in die Gegenwart
Die neueste Ohrenreise führt nach Frankreich und nimmt ihren Ausgang nach dem Einsetzen der Schriftgeschichte. Gergovia und die heftigen Auseinandersetzungen zwischen Galliern und Römern machen somit anhand des berühmtesten und französischsten aller Franzosen - Asterix - den Auftakt. Wie bei Asterix ist der Sieg in Erinnerung während die endgültige Okkupation durch der Römer verdrängt wird.
In der gebotenen Fülle ist für die exzellente Audio-CD der knappe Einstieg trotzdem kein Schaden. Die wichtigsten kulturhistorischen Ereignisse folgen in einem attraktiven Reigen. Bestechend ist auch wieder die ausgewogene Mischung aus Musik und Text. Zwanzig geballte Kapitel für über zweitausend Jahre französische Geschichte bieten einen guten Überblick über Krieg und Frieden sowie Kunst und Kultur, die den Nährboden stellen aus denen Staaten entstehen. Von Galliern und Römer, Karl der Große, Troubadoure und durch die Jahrhunderte immer wieder Literatur, Kathedralen, Johanna von Orléans, Bartholomäusnacht, Sonnenkönig, Revolution, Impressionisten und Surrealisten bis zur Kultur der Erinnerung entsteht beim Hören ein eindrucksvolles Porträt vom Werden Frankreichs.
Vielschichtig aufbereitet, mit genialer musikalischer Umrahmung und nicht zu letzt eindringlich von Dietmar Muse gelesen, schafft es die CD neugierig auf Frankreich und mehr zu machen: Vor allem mehr Musik und mehr Literatur. Interessant, was man plötzlich wieder für Bücher aus den Regalen zieht und welche Musik man plötzlich wieder in den CD-Player schiebt.
Es ist zwar schade, dass auf wesenliche Teile der Urgeschichte mit ihren exzeptionellen archäologischen Funden und Orten verzichtet wurde, die trotz mangelnder schriftlicher Zeugnisse dieser frühen Epochen hätten berücksichtigt werden können, aber der geballte 2000jährige “Rest” ist wahrlich genug für eine einzige Audio-CD.
Fest steht, dass man bei dieser Hörbuchserie süchtig wird. Und das geling mit Frankreich hören allemal, zumal auch die optische und haptische Ausstattung von Roswitha Rösch wieder äußerst ansprechend gelungen ist.
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
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Mittwoch, 23. April 2008

Corinna Hesse
Israel hören. Das heilige Land
Silberfuchs Verlag 2008, Laufzeit 80′, 16 S. farbig illustriertes Booklet
ISBN 978 3 940665 00 3
Israel hören - Das heilige Land (Audio-CD)
Am 14. Mai 1948 proklamierte Ben Gurion den Staat Israel. Der 60. Gründungstag Israels im Jahr 2008 ist Anlass für die klingende Reise “Israel hören”. Die Audio-CD erscheint am 13. Mai in der bewährten Länderreihe (s. a. Rezensionen zu China hören, Russland hören, Ungarn hören; Hörproben Silberfuchs Verlag) der beiden Kulturjournalistinnen Corinna Hesse und Antje Hinz.
In 80 fesselnden Minuten wird der zeitliche Bogen von den biblischen Überlieferung bis in die Gegenwart gespannt. Die dramatische Geschichte, die von Vertreibung und Verfolgung ebenso gekennzeichnet ist wie von kultureller Hochblüte und Rückkehr, wird anhand wesentlicher Ereignisse aufgezeigt. Viele davon sind nicht nur archäologisch nachgewiesen, sondern im meist gelesenen Buch der Welt, der Bibel, schriftlich überliefert. Die verbindende Elemente und Ursprünge der drei großen Weltreligionen werden dabei sensibel abseits der religiös-politischen Reibungsflächen in die historischen Betrachtungen einbezogen. Die Bewahrung alter Traditionen als zentrales Element wird leicht verständlich aufbereitet. Die sich aus der wechselvollen Geschichte ergebende kulturelle Brücke aus Orient und Okzident wird zuletzt noch anhand der Sichtweisen zeitgenössischer Künstler aufgezeigt.
Interessierte Menschen jeden Alters zu erreichen, gelingt der Länderreihe spielend. Das Ziel mit “Israel hören” insbesondere jüngere Menschen anzusprechen, geht jedenfalls vollinhaltlich auf. Die akustische Reise durch die wechselvolle Kulturgeschichte macht nicht nur neugierig auf mehr, sondern lädt immer wieder aufs Neue zum Hineinhören ein. Zum inhaltlichen Hörgenuss mischen sich passende musikalische Sequenzen. Die Stimme Rolf Beckers, der sich wieder als genialer Erzähler erweist, hält die Spannung bis zum letzten Wort aufrecht. Das Booklet, das wieder wesentlich mehr als nur Inhaltsverzeichnis ist und daher seinem Namen auch gerecht wird, ist von Roswitha Rösch themenbezogen gestaltet worden. Eine kleine, feine optische Ergänzung zum akustischen Genuss.
Hörprobe
© S. Strohschneider-Laue
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Freitag, 11. April 2008

Cantado y contado para los amiguitos
Amiguitos – Spanisch für Kinder
Sprecher: Peter Lohmeyer
Silberfuchs 2007, Laufzeit 70′
ISBN 978 398107 257 0
Cantado y contado para los amiguitos. Spanisch für Kinder
Eine CD, die Kinder lieben werden, auch wenn sie im Spanischen noch nicht so sattelfest sind, dass sie die Texte lückenlos verstehen können. Einfache Melodien, die spanischen und lateinamerikanischen Volksliedern nachempfunden sind, in der typischen Instrumentierung dieser Regionen, ein paar bekannte Kinderlieder, und dazwischen von einem deutschen Schauspieler gelesene Geschichten und Gedichte – so lernt die Zielgruppe der 3- bis 10-Jährigen ganz nebenbei auch die spanische Sprache. Die Texte sind so aufgebaut, dass von den Zahlen über die Vokale im Alphabet, die Farben des Regenbogens und die Zutaten für einen typischen spanischen Salat und eine Torte, bis zu den Körperteilen, verschiedenen Berufen, Tiernamen und Musikinstrumenten ein breiter Wortschatz abgedeckt wird.
An die Eltern, die mit ihren Kindern mitsingen, mitlesen und vielleicht mitlernen, wurde auch gedacht, und so sind die Inhalte der Lieder und Geschichten nicht allzu banal ausgefallen, sondern ganz im Gegenteil auch für Erwachsene durchaus witzig und unterhaltsam. Kleiner Wermutstropfen: Die Texte im mitgelieferten Büchlein sind in so winziger Schrift gedruckt, dass ein Mitlesen nur sehr schwer möglich ist.
Auf den kostenlosen Download auf der Website, der auf dem Cover angepriesen wird, sollte man zumindest in Gegenwart von Kindern verzichten, denn hier ist das allseits bekannte Lied “La cucaracha” zu hören. Wie man einem Kind im Kindergarten- oder Volksschulalter erklärt, was mit der erbarmenswerten Küchenschabe los ist, die an massiven Marihuana-Entzugserscheinungen leidet, hat wohl niemand überlegt. Diese Gedankenlosigkeit tut jedoch der Qualität der CD “cantado y contado” als didaktisches Instrument und ihrem Unterhaltungswert keinen Abbruch!
Hörprobe
© P. Kunz
Cantado y contado para los amiguitos. Spanisch für Kinder
Siehe auch:
El tesoro de cuentos / Der Märchenschatz: Cuentos y fábulas de España y Latinoamérica / Geschichten und Fabeln aus Spanien und Lateinamerika

El tesoro de cuentos / Der Märchenschatz: Hörbuch zum Buch CUENTOS Y FÁBULAS DE ESPAÑA Y LATINOAMÉRICA / Geschichten und Fabeln aus Spanien und Lateinamerika
- Rezension
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Tags:ab acht, Ebensolch Rez-E-zine 39+40/08, Hören, Kommunikation, Musik, PeKu, Reise, Spanien, Völkerkunde
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